Was sind die Risiken bei
einem Unternehmenskauf

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Folgende Fragen sollten Sie beantworten können, bevor Sie ein Unternehmen erwerben:

Ein Unternehmenskauf birgt gravierende Risiken. Die folgende Liste hilft Ihnen, daß Sie keine wesentlichen Kriterien übersehen:

Fragen, die Sie immer stellen sollten:

  • Ist das Stammkapital nachweislich voll eingezahlt (Vorsicht bei verdeckten Sacheinlagen)?
  • Wurden keine unzulässigen Rückzahlungen aus dem Stammkapital oder kapitalersetzende Darlehen vorgenommen?
  • Deckt bei einer Kapitalgesellschaft das haftende Eigenkapital die Schulden des Unternehmens?
  • Wissen Sie verbindlich, wer welche Firmenanteile hält oder ob es Verfügungsbeschränkungen gibt (Handelsregisterauszüge am besten selbst besorgen)?
  • Wird die Haftung des Anlegers per Vertrag wirksam auf die Höhe der Einlage begrenzt?
  • Hatten Sie Einsicht in die Bilanzen zumindest der letzten drei Geschäftsjahre sowie eine aktuelle betriebswirtschaftliche Auswertung nebst Kostennachweis (entfällt bei Neugründungen)?
  • Liegt eine Auflistung sämtlicher Dauerschuldverhältnisse vor, die aus der Bilanz nicht ersichtlich sind (beispielsweise langfristige Miet-, Liefer- oder Beraterverträge)?
  • Ist z.B. eine GmbH schon im Handelsregister eingetragen?
  • Haben Sie sich persönlich vor Ort ein Bild des Unternehmens und der Inhaber gemacht?
  • Kann der künftige Unternehmenserfolg - am besten durch ein schriftliches Konzept - schlüssig erklärt werden?
  • Gibt es hierzu Stellungnahmen unabhängiger Sachverständiger, beispielsweise eines Wirtschaftsprüfers?
  • Sind ausschüttbare Gewinne zumindest nach drei Jahren realistisch zu erwarten?
  • Steht der Kaufpreis in einem angemessenen Verhältnis zu Ertragschancen und Risiken?
  • Gab es Unregelmäßigkeiten oder gar Konkurse in der Unternehmensgeschichte?
  • Ist eine eindeutige Regelung bei Tod eines Mitgesellschafters getroffen?
  • Ist eine für Anleger schadenfreie Rückabwicklung garantiert, wenn das benötigte Beteiligungskapital nicht aufgebracht wird?
  • Sind die Berechnungsmodalitäten zur Ermittlung des Firmenwerts vertraglich fixiert?
  • Sind Ihre Rechte auf jederzeitige Einsicht in Geschäftsunterlagen gewahrt?
  • Können mögliche Zugewinnansprüche von Partnern der Inhaber nicht zum Firmenzwangsverkauf führen?
  • Ist eine Kündigungsmöglichkeit der Beteiligung mindestens innerhalb eines Jahres möglich?
  • Gibt es eine vertragliche Auflistung von Geschäftsmaßnahmen, bei denen Sie zuvor unbedingt gefragt werden wollen (zum Beispiel Firmenkäufe oder der Verkauf der Firma)?
  • Haben Sie ein Andienungs- beziehungsweise Vorkaufsrecht bei der Abgabe einer Beteiligung?
  • Bei stillen Beteiligungen: Sind Sie auch an der Mehrung des Firmenwerts beteiligt (- atypisch stille Beteiligung)?
  • Besteht ein jederzeitiges Auskunftsrecht auch gegenüber dem Steuerberater oder Wirtschaftsprüfer?
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Fragen zum Unternehmen:

  • Existiert eine produktbezogene Markt- und unternehmerische Konkurrenzanalyse?
  • Besteht eine plausible Marketingstrategie samt Kostenkalkulation?
  • Ist die Unternehmensfinanzierung ausreichend und fristgerecht gesichert?
  • Können Sie über Ihre Hausbank eine positive Bankauskunft über das Unternehmen bekommen?
  • Sind Prozesse mit früheren oder aktuellen Geldgebern sowie Mitarbeitern oder wegen Lizenz- oder Patentverletzungen anhängig (Ausnahme bei Sanierungsfällen, siehe unten)?

Fragen bei Sanierungsfällen:

  • Liegt ein tragfähiges Sanierungskonzept vor, zu dem auch die Banken stehen?
  • Kann der Sanierer Erfahrung nachweisen, und ist er nach dem Rechtsberatungsgesetz autorisiert?
  • Besteht die grundsätzliche Bereitschaft einer Bank, nach Abschluß der Sanierung dem Unternehmen als Hausbank zur Verfügung zu stehen?
  • Existiert eine Liste sämtlicher Verbindlichkeiten mit den jeweiligen Fristigkeiten?
  • Ist, etwa durch einen Treuhänder, gewährleistet, daß Ihr Geld erst dann in die Firma einbezahlt wird, wenn die Durchführung eines außergerichtlichen Vergleichs sichergestellt ist?
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